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Smartphone-Strahlung: Fakten, SAR-Werte und Schutztipps

Wir tragen es in der Hosentasche, halten es ans Ohr und legen es nachts neben das Kopfkissen — das Smartphone ist unser ständiger Begleiter. Doch wie viel Strahlung geht von ihm aus, was bedeuten SAR-Werte wirklich und wie kannst du die Belastung im Alltag reduzieren? Dieser Ratgeber liefert fundierte Antworten, ohne Panikmache.

Person telefoniert mit dem Smartphone am Ohr
Beim Telefonieren ist die Strahlenbelastung am höchsten — Headsets schaffen Abstand.

Wie strahlt ein Smartphone?

Ein Smartphone ist im Grunde ein kleiner Radiosender und -empfänger. Um Anrufe, Nachrichten und Daten zu übertragen, sendet es hochfrequente elektromagnetische Felder (HF-EMF) im Frequenzbereich von etwa 700 MHz bis 3,5 GHz — bei 5G teilweise sogar bis 26 GHz.

Dabei kommuniziert das Gerät mit der nächsten Mobilfunkbasisstation (Sendemast). Je weiter der Mast entfernt oder je schlechter der Empfang ist, desto stärker muss das Smartphone senden. Das ist ein zentraler Punkt: Die Strahlung deines Handys ist nicht konstant, sondern schwankt je nach Situation erheblich.

Die verschiedenen Funktechnologien

Ein modernes Smartphone nutzt gleich mehrere Funktechnologien parallel:

  • Mobilfunk (2G/3G/4G/5G) — für Telefonie und mobiles Internet. Die stärkste Strahlungsquelle, da die Signale über große Distanzen zum Sendemast reichen müssen.
  • WLAN (2,4 GHz / 5 GHz / 6 GHz) — für die Verbindung zum heimischen Router. Deutlich geringere Sendeleistung als Mobilfunk, da die Distanz kürzer ist. Mehr dazu in unserem Artikel zu WLAN-Strahlung.
  • Bluetooth (2,4 GHz) — für Kopfhörer, Smartwatches und andere Zubehörgeräte. Sehr geringe Sendeleistung (typisch 1–10 mW).
  • NFC (13,56 MHz) — für kontaktloses Bezahlen. Extrem geringe Reichweite (wenige Zentimeter), nur kurzzeitig aktiv.
  • GPS — das Smartphone empfängt hier nur Signale von Satelliten, sendet selbst nicht.

Die höchste Strahlungsbelastung entsteht beim aktiven Telefonieren über Mobilfunk, wenn das Gerät direkt am Kopf gehalten wird. Im Standby-Modus sendet das Smartphone nur kurze Signale zur Registrierung beim nächsten Funkmast — die Belastung ist dann um ein Vielfaches geringer.

Wann strahlt das Smartphone am stärksten?

  • Beim Telefonieren ohne Freisprechanlage (Gerät direkt am Ohr)
  • Bei schlechtem Empfang (Keller, Aufzug, Zug, ländliche Gebiete)
  • Beim Verbindungsaufbau (die ersten Sekunden eines Anrufs)
  • Beim Hochladen großer Datenmengen (Videos senden, Cloud-Sync)
  • Beim Wechsel zwischen Funkzellen (z.B. im fahrenden Auto oder Zug)

Grundsätzlich gilt: Je näher das Gerät am Körper und je schlechter der Empfang, desto höher die Strahlung. Das ist auch der wichtigste Hebel, um die Belastung zu reduzieren. Einen umfassenden Überblick über alle Strahlungsquellen im Haushalt findest du in unserem Elektrosmog-Ratgeber.

SAR-Werte verstehen

Der SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) ist die zentrale Kennzahl, wenn es um Smartphone-Strahlung geht. Er gibt an, wie viel elektromagnetische Energie pro Kilogramm Körpergewebe vom Körper aufgenommen wird — gemessen in Watt pro Kilogramm (W/kg).

Wie wird der SAR-Wert gemessen?

Die Messung erfolgt unter standardisierten Laborbedingungen. Das Smartphone wird dabei mit maximaler Sendeleistung betrieben und in einem definierten Abstand zu einem Modellkopf (Phantom) positioniert, der menschliches Gewebe simuliert. Sensoren im Inneren des Phantoms messen dann die aufgenommene Energie.

Wichtig zu wissen: Der SAR-Wert wird unter Worst-Case-Bedingungen gemessen — also bei maximaler Sendeleistung. Im normalen Alltagsgebrauch liegt die tatsächliche Strahlung meist deutlich unter dem angegebenen SAR-Wert. Allerdings kann es Situationen geben (sehr schlechter Empfang), in denen die maximale Sendeleistung tatsächlich erreicht wird.

EU-Grenzwerte

In der Europäischen Union gilt ein Grenzwert von 2 W/kg, gemittelt über 10 Gramm Körpergewebe. Dieser Grenzwert basiert auf dem Schutz vor nachgewiesenen thermischen Effekten — also der Erwärmung von Gewebe durch elektromagnetische Energie. Er enthält einen Sicherheitsfaktor von 50 gegenüber der Schwelle, ab der im Tierversuch eine schädigende Erwärmung beobachtet wurde.

Zum Vergleich: In den USA gilt ein strengerer Grenzwert von 1,6 W/kg, allerdings gemittelt über nur 1 Gramm Gewebe — die Messmethoden sind also nicht direkt vergleichbar.

Wo findest du den SAR-Wert deines Smartphones?

  • Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) — führt eine umfassende Online-Datenbank mit SAR-Werten aller in Deutschland verkauften Smartphones
  • In den Geräteeinstellungen — meist unter "Über das Telefon" > "Rechtliche Hinweise" oder "SAR-Informationen"
  • Herstellerwebseite — in den technischen Daten des jeweiligen Modells
  • Verpackung / Beipackzettel — beim Kauf eines neuen Geräts

SAR-Werte beliebter Smartphones im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt die SAR-Werte (am Kopf) einiger verbreiteter Smartphone-Modelle. Alle Angaben laut Bundesamt für Strahlenschutz:

Smartphone-Modell SAR-Wert (Kopf) SAR-Wert (Körper) Bewertung
Samsung Galaxy S24 0,85 W/kg 1,18 W/kg Mittel
Apple iPhone 15 0,98 W/kg 0,98 W/kg Mittel
Google Pixel 8 1,17 W/kg 1,18 W/kg Mittel-Hoch
Samsung Galaxy A15 0,45 W/kg 1,01 W/kg Niedrig (Kopf)
Fairphone 5 0,49 W/kg 0,91 W/kg Niedrig
Apple iPhone 15 Pro Max 0,98 W/kg 0,98 W/kg Mittel
Xiaomi 14 0,89 W/kg 1,40 W/kg Mittel

Stand: April 2026. SAR-Werte können je nach Messmethode und Firmware-Version leicht variieren. Aktuelle Werte findest du in der Datenbank des Bundesamts für Strahlenschutz.

Als Orientierung: Das BfS vergibt das Umweltzeichen "Blauer Engel" an Smartphones mit einem SAR-Wert von unter 0,6 W/kg am Kopf. Geräte in diesem Bereich gelten als besonders strahlungsarm.

5G und Strahlung

Der Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes hat die Diskussion um Smartphone-Strahlung neu entfacht. Viele Menschen fragen sich, ob die neue Technologie eine höhere Belastung bedeutet. Die Antwort ist differenzierter, als es oft dargestellt wird.

Neue Frequenzen, andere Eigenschaften

5G nutzt verschiedene Frequenzbereiche:

  • Sub-6-GHz (700 MHz bis 3,6 GHz) — ähnliche Frequenzen wie 4G/LTE. Hier ändert sich in Bezug auf die Strahlung wenig. Dieser Bereich wird in Deutschland und Österreich aktuell am meisten genutzt.
  • Millimeterwellen (24–39 GHz) — deutlich höhere Frequenzen, die kürzere Reichweiten haben und weniger tief in den Körper eindringen. Dieser Bereich ist in Europa noch kaum im Einsatz und wird vor allem für Spezialanwendungen (Industrie 4.0, Stadien) geplant.

Höhere Frequenzen bedeuten: Die Energie wird stärker an der Hautoberfläche absorbiert und dringt weniger tief ins Gewebe ein. Gleichzeitig benötigt 5G im Millimeterwellenbereich deutlich mehr Basisstationen in kürzeren Abständen — sogenannte Small Cells. Ob das die Gesamtbelastung erhöht oder durch geringere Sendeleistung pro Station sogar senkt, wird kontrovers diskutiert.

Aktueller Forschungsstand zu 5G

Die bisherigen Studien zu 5G-Frequenzen zeigen keine grundsätzlich neuen biologischen Effekte im Vergleich zu älteren Mobilfunkstandards. Die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) hat 2020 aktualisierte Richtlinien veröffentlicht, die auch den 5G-Frequenzbereich abdecken. Die geltenden Grenzwerte werden als ausreichend schützend bewertet.

Allerdings fehlen Langzeitstudien zur 5G-Technologie, da sie erst seit wenigen Jahren im Einsatz ist. Mehrere große Forschungsprogramme — darunter das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm und EU-Studien — untersuchen mögliche Effekte weiterhin. Ergebnisse werden in den kommenden Jahren erwartet.

Die Empfehlung der Experten: Die Vorsorgeprinzipien, die für 4G gelten, gelten auch für 5G — Abstand halten und Exposition minimieren, wo es einfach möglich ist.

Was ändert sich für dich konkret?

Für den normalen Smartphone-Nutzer ändert 5G im Bereich unter 6 GHz vorerst wenig. Der SAR-Wert deines 5G-fähigen Smartphones gibt weiterhin zuverlässig Auskunft über die maximale Strahlungsbelastung. Die gleichen Schutzmaßnahmen, die bei 4G sinnvoll sind, gelten auch bei 5G.

Ein möglicher Vorteil von 5G: Durch die höhere Datenrate werden Übertragungen schneller abgeschlossen — das Smartphone muss also kürzer mit hoher Leistung senden. Ob dieser Effekt in der Praxis relevant ist, hängt vom individuellen Nutzungsverhalten ab.

Strahlungsarm telefonieren

Beim Telefonieren ist die Strahlenbelastung am höchsten, denn das Smartphone sendet aktiv und befindet sich direkt am Kopf. Mit wenigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Exposition beim Telefonieren jedoch um bis zu 90 Prozent reduzieren.

Headset oder Freisprechanlage nutzen

Die effektivste Maßnahme: Halte das Smartphone nicht direkt ans Ohr. Bereits bei 30 cm Abstand reduziert sich die Strahlung am Kopf um mehr als das Hundertfache. Nutze stattdessen:

  • Kabelgebundenes Headset — die strahlungsärmste Lösung, da das Kabel selbst keine relevante Strahlung abgibt
  • Freisprechfunktion / Lautsprecher — ebenfalls sehr wirksam, solange das Gerät nicht direkt am Körper liegt
  • Bluetooth-Headset — sendet zwar selbst, aber mit einer um den Faktor 100–1000 geringeren Leistung als der Mobilfunk. Gegenüber dem Telefonieren direkt am Ohr ist ein Bluetooth-Headset also immer die bessere Wahl.

Auf guten Empfang achten

Je besser der Empfang, desto weniger Sendeleistung benötigt dein Smartphone. Konkret bedeutet das:

  • Am Fenster telefonieren statt im Gebäudekern
  • Nicht im Aufzug oder Keller telefonieren — dort muss das Gerät maximal senden
  • Im Auto nur mit externer Antenne (über die Freisprechanlage des Fahrzeugs) telefonieren — die Metallkarosserie schirmt das Signal ab und zwingt das Smartphone zu hoher Sendeleistung
  • Die Empfangsanzeige im Blick behalten — ein voller Balken bedeutet geringe Sendeleistung

Weitere Tipps für strahlungsarmes Telefonieren

  • Kurze Gespräche — längere Gespräche über das Festnetz oder VoIP am PC führen
  • Messenger statt Anruf — Textnachrichten verursachen nur einen kurzen Sendeimpuls, kein dauerhaftes Senden
  • WLAN-Telefonie (VoWiFi) — viele Smartphones und Provider bieten Telefonie über WLAN an. Die Sendeleistung von WLAN ist deutlich geringer als die von Mobilfunk.
  • Erst ans Ohr nehmen, wenn die Verbindung steht — beim Verbindungsaufbau sendet das Gerät mit maximaler Leistung
  • Smartphone beim Klingeln nicht sofort ans Ohr — auch eingehende Anrufe starten mit hoher Sendeleistung

Smartphone-Strahlung im Alltag reduzieren

Nicht nur beim Telefonieren, auch im restlichen Alltag gibt es Situationen, in denen du die Strahlenbelastung durch dein Smartphone einfach senken kannst. Das Grundprinzip ist immer gleich: Abstand vergrößern und unnötige Sendeleistung vermeiden.

Hosentasche und Körpernähe

Viele Menschen tragen ihr Smartphone den ganzen Tag in der Hosentasche — direkt am Körper. Dabei sendet das Gerät regelmäßig Signale zur Registrierung beim Mobilfunknetz, empfängt Push-Nachrichten und synchronisiert Apps im Hintergrund.

  • Smartphone in der Tasche statt in der Hosentasche transportieren
  • Wenn Hosentasche, dann mit dem Display zum Körper — die Antenne sitzt meist auf der Rückseite
  • Im Büro das Smartphone auf den Tisch legen statt in der Tasche tragen
  • Beim Sport das Smartphone in einer Armtasche oder im Rucksack transportieren, nicht direkt am Körper

Nachts und im Schlafzimmer

Im Schlaf regeneriert sich der Körper über viele Stunden — und ist dabei einer konstanten Exposition ausgesetzt, wenn das Smartphone auf dem Nachttisch liegt.

  • Flugmodus aktivieren — schaltet alle Funktechnologien (Mobilfunk, WLAN, Bluetooth) ab. Du kannst den Wecker trotzdem nutzen.
  • Smartphone außerhalb des Schlafzimmers laden — die sicherste Variante
  • Wenn es auf dem Nachttisch liegen muss: Mindestens 1 Meter Abstand zum Kopf halten
  • Alternativ: WLAN und Mobilfunk einzeln deaktivieren, wenn du den Wecker brauchst aber nicht erreichbar sein musst

Weitere Tipps für ein strahlungsarmes Schlafzimmer findest du in unserem Artikel Elektrosmog im Schlafzimmer.

WLAN vs. Mobilfunk

Wenn du zuhause bist, nutze nach Möglichkeit WLAN statt Mobilfunk. Die Gründe:

  • WLAN sendet mit deutlich geringerer Leistung (typisch 50–100 mW) als Mobilfunk (bis 2000 mW)
  • Der WLAN-Router ist in der Regel näher als der nächste Mobilfunkmast — das Smartphone muss weniger stark senden
  • Viele Smartphones reduzieren die Mobilfunk-Sendeleistung automatisch, wenn eine WLAN-Verbindung besteht

Flugmodus gezielt einsetzen

Der Flugmodus ist das wirksamste Mittel gegen Smartphone-Strahlung — er schaltet sämtliche Sender ab. Nutze ihn nicht nur nachts, sondern auch:

  • Beim konzentrierten Arbeiten (kein Senden, keine Ablenkung)
  • Beim Sport oder Meditation
  • In Situationen mit schlechtem Empfang, in denen du ohnehin nicht erreichbar sein musst
  • Für Kinder, die das Smartphone nur zum Spielen (offline) nutzen

Einen umfassenden Leitfaden mit weiteren Maßnahmen zur Reduzierung aller Strahlungsquellen im Haushalt findest du in unserem Artikel Elektrosmog reduzieren.

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Kinder und Smartphone-Strahlung

Kinder verdienen beim Thema Smartphone-Strahlung besondere Aufmerksamkeit. Ihr Körper befindet sich noch in der Entwicklung, und es gibt gute Gründe, bei ihnen besonders vorsichtig zu sein.

Warum Kinder stärker betroffen sein könnten

  • Dünnerer Schädelknochen — bei Kindern ist der Schädel noch dünner, was bedeutet, dass elektromagnetische Felder tiefer ins Gehirn eindringen können als bei Erwachsenen
  • Höherer Wassergehalt im Gewebe — kindliches Gewebe absorbiert mehr Energie
  • Längere Lebenszeitexposition — Kinder, die heute ein Smartphone nutzen, werden über Jahrzehnte exponiert sein. Mögliche Langzeiteffekte, die bei Erwachsenen noch nicht aufgetreten sind, könnten bei ihnen relevanter werden.
  • Sich entwickelndes Nervensystem — das kindliche Gehirn reift bis ins junge Erwachsenenalter. Ob elektromagnetische Felder diese Entwicklung beeinflussen können, ist noch nicht abschließend erforscht.

SAR-Werte und Kinder

Die geltenden SAR-Grenzwerte basieren auf Modellen, die den Kopf eines Erwachsenen simulieren. Studien zeigen, dass die tatsächliche Energieabsorption im Kopf eines Kindes bis zu doppelt so hoch sein kann wie im Kopf eines Erwachsenen — bei gleichem SAR-Wert des Geräts. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt deshalb ausdrücklich, bei Kindern auf strahlungsarme Geräte zu achten.

Empfehlungen für Eltern

  • Smartphone-Nutzung altersgerecht begrenzen — vor allem für jüngere Kinder (unter 10 Jahre) sollte die Nutzung kurz gehalten werden. Mehr dazu in unserem Artikel Kinder und Bildschirmzeit.
  • Strahlungsarme Geräte wählen — beim Kauf eines Kinder-Smartphones auf einen niedrigen SAR-Wert achten (unter 0,6 W/kg am Kopf)
  • Headset statt Ohr — Kinder sollten ein kabelgebundenes Headset nutzen oder den Lautsprecher verwenden
  • Flugmodus bei Offline-Nutzung — wenn das Kind nur Spiele spielt oder Videos schaut, die bereits heruntergeladen sind, den Flugmodus aktivieren
  • Smartphone nicht in der Hosentasche — Kinder sollten das Gerät im Rucksack oder der Schultasche transportieren
  • Kein Smartphone im Kinderzimmer über Nacht — gemeinsamer Ladeplatz in der Küche oder im Flur
  • Vorbild sein — wenn Eltern einen bewussten Umgang vorleben, übernehmen Kinder dieses Verhalten

Das Bundesamt für Strahlenschutz und die WHO empfehlen übereinstimmend das Vorsorgeprinzip bei Kindern: Die Belastung dort minimieren, wo es einfach und ohne großen Aufwand möglich ist.

Häufige Fragen zu Smartphone-Strahlung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft hochfrequente elektromagnetische Felder als "möglicherweise krebserregend" ein (Gruppe 2B). Die geltenden SAR-Grenzwerte schützen nach aktuellem Wissensstand vor nachgewiesenen Gesundheitseffekten. Ob es Wirkungen unterhalb dieser Grenzwerte gibt, wird weiterhin erforscht. Experten empfehlen das Vorsorgeprinzip: Die Belastung dort reduzieren, wo es einfach möglich ist.

In der EU dürfen Smartphones maximal 2 W/kg (am Kopf) haben. Das Bundesamt für Strahlenschutz vergibt das Umweltzeichen "Blauer Engel" für Geräte unter 0,6 W/kg. Grundsätzlich gilt: Je niedriger der SAR-Wert, desto weniger Energie nimmt der Körper auf. Bei der Kaufentscheidung lohnt ein Vergleich — die Werte können sich zwischen Modellen stark unterscheiden.

Ja, der Flugmodus deaktiviert alle Funktechnologien (Mobilfunk, WLAN, Bluetooth). Im Flugmodus sendet das Smartphone keine hochfrequente Strahlung mehr. Es ist die effektivste Maßnahme, um die Exposition auf null zu reduzieren — besonders sinnvoll nachts oder wenn du das Gerät nicht brauchst.

Ja, auch im Standby sendet das Smartphone regelmäßig kurze Signale, um sich beim Mobilfunknetz anzumelden und Push-Nachrichten zu empfangen. Die Sendeleistung ist dabei jedoch deutlich geringer als beim aktiven Telefonieren oder Surfen. Wer die Strahlung komplett unterbinden möchte, muss den Flugmodus aktivieren oder das Gerät ausschalten.

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